Forstfrauentreffen bei den DLG-Waldtagen

Bei den DLG Waldtagen in Brilon vom 15.- 17.9. wird unsere Schriftführerein, Dr. Birgit Homann anzutreffen sein. Wir bitten um regen Besuch und freuen uns über neue Kontakte, die dort geknüpft werden können.

Wir treffen uns am Samstag 16. September am Stand der DLG (Nummer C 65) .
Es werden dort auch Waldbesitzerinnen und Forstunternehmerinnen teilnehmen.

Wälder für Niedersachsen

Das Positionspapier „Wälder für Niedersachsen“ wurde vom Niedersächsischen Waldbeirat erarbeitet. Zu den am 29.6.2017 unterzeichnenden 40 Vereinen und Verbänden des Waldbeirates gehört auch der Verein „Frauen im Forstbereich e.V.“.

Vertreterin des Vereins ist Christiane Lorenz-Laubner, 2. Vorsitzende (im Bild rechts) und Stellvertreterin ist Sibylle Michels, 1. Vorsitzende.
Die Mitgliedschaft unseres Vereins im Waldbeirat resultiert aus einem Gespräch mit Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer im Jahr 2013.

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Pressemitteilung

Bundestagung 2016

Anfang November 2016 trafen sich Forstfrauen aller Berufsgruppen aus ganz Deutschland zu ihrer jährlichen Bundestagung im mittelhessischen Haiger, das im Bereich des hessischen Forstamts Herborn liegt. Bereits zum 30. Mal kamen die Teilnehmerinnen in den Genuss vielfältiger forstfachlicher Themen und eines persönlichen Austauschs. Perfekt organisiert und geleitet von Wiebke Gerndt, der örtlichen Revierleiterin von HessenForst, lag der Schwerpunkt dieses Jahr neben dem Landesbetrieb HessenForst bei Windkraftanlagen im Wald, dem FriedWald Herborn, dem Umgang mit den Eichenwäldern im Revier sowie der genossenschaftlichen Bewirtschaftung der dortigen Hauberge. Ein persönlicher Gewinn war für alle der Vortrag zur eigenen seelischen Widerstandsfähigkeit, der Resilienz.

 

Petra Westphal, Pressesprecherin des Landesbetriebs HessenForst, berichtete Interessantes über den Landesbetrieb allgemein, die Situation der Försterinnen und das Zertifikat Beruf und Familie. Dabei stellte sich heraus, dass Vieles in anderen Bundesländern ähnlich anzutreffen ist.

Windkraftanlagen im Wald wurden von Forstamtsleiter Gert Rode und der Betreiberfirma vor Ort vorgestellt. Besonders beeindruckte die derzeit erreichte Höhe von 200 Metern vom Boden bis zur Flügelspitze. Ein weiteres Thema war die Flächeninanspruchnahme für Zuwege, Fundamente und Aufbau der Anlagen sowie deren Rückbau. Ob Windkraft im Wald sinnvoll ist oder nicht, wurde von den Teilnehmerinnen sehr differenziert gesehen.

Die nächste Station war der FriedWald Herborn, einer von mehreren hessischen FriedWäldern. Förster Matthias Lammert und zwei Mitarbeiter der FriedWald AG erläuterten während eines Rundgangs auf dem 50 Hektar großen Gelände das Konzept und beantworteten alle aufkommenden Fragen. Der Andachtsplatz unter freiem Himmel bietet einen ungewöhnlichen Raum für diese besondere Art von Bestattungen, die bundesweit immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Am Abend ging die Personal Trainerin Monika Finkbeiner gemeinsam mit den Försterinnen der interessanten Frage nach: Wie können wir unsere Seele angesichts der großen Herausforderungen aus Beruf und Alltag gesund erhalten? Resilienz heißt das Zauberwort und alle konnten wertvolle Tipps aus theoretischem Wissen aufgelockert durch praktische Übungen mit nach Hause nehmen.

Die Mitgliedsversammlung des Vereins Frauen im Forstbereich e.V. wählte für die nächsten zwei Jahre mit Sibylle Michels eine freiberufliche Försterin zur neuen 1. Vorsitzenden.

Am zweiten Tag führte eine Exkursion in das Revier Struth zum forstlichen Dauerthema Eichenbewirtschaftung: Revierleiterin Wiebke Gerndt stellte verschiedene Waldbilder und Vorgehensweisen vor; darunter auch interessante eigene Naturverjüngungsversuche mit der Eiche in mit Buche gemischten Wäldern. Bereits seit 1905 wissenschaftlich begleitet wird eine Niederdurchforstungsfläche in ihrem Revier, deren Ergebnisse vor Ort präsentiert und rege diskutiert wurden.

Eine forstliche Besonderheit stellt die genossenschaftliche Bewirtschaftung der Hauberge in ihrem Revier dar. Seit Mitte des vorigen Jahrtausends werden die Eichenniederwälder nach althergebrachten Regeln bearbeitet, die die Dorfgemeinschaft bis heute zu gemeinschaftlichem Handeln und demokratischem Denken zwingt. Die Einteilung der Flächen erfolgt nach einem ausgeklügelten System und am Ende sind große Eichenniederwaldbereiche mit wenigen verbleibenden Samenbäumen auf den Stock gesetzt!

Die diesjährige Bundesforstfrauentagung bot nicht nur ein vielfältiges interessantes Programm. Die gegenseitigen Informationen und des Austausch untereinander waren wieder einmal wichtiger Bestandteil und wurden rege genutzt.

 

Im kommenden Jahr 2017 wird die Jahrestagung der Frauen im Forstbereich am ersten Novemberwochenende in Rheinland-Pfalz stattfinden.