Motorsägenkurse von Frauen für Frauen

Kursbeschreibung

In einem 2-tägigen Grundlehrgang erlernen Sie Aufarbeitungstechniken von liegendem Holz und die Baumfällung unter einfachen Bedingungen. Die Inhalte des Lehrgangs sind unter anderem: Motorsägentechnik, Auswahl der richtigen Schutzbekleidung, Wartung und Pflege der Motorsäge, Schärfen der Sägekette, Schnitttechniken am liegenden Holz, Entastungstechniken und Baumfällung. Des weiteren erfolgt eine Unterweisung in den Unfallverhütungsvorschriften „UVV Forsten“. Die praktischen Übungen erfolgen in Kleingruppen!

Dieser Lehrgang berechtigt zur Aufarbeitung von liegendem Holz und zur Baumfällung bis BHD 20 unter einfachen Verhältnissen und ist in allen zertifizierten Wäldern anerkannt!

Zielgruppe

Privatwaldbesitzer/innen, Brennholz- Selbstwerber/innen,
Feuerwehren, Technisches Hilfswerk,
Mitarbeiter/innen von Bauhöfen oder anderen
kommunalen Dienststellen

Voraussetzungen

Mindestalter: 18 Jahre, vollständige persönliche Schutzausrüstung (PSA) für die Motorsägenarbeit (Forsthelm mit Gesichts- und Gehörschutz, Warnweste, Schnittschutzhose, Schuhe mit Schnittschutzeinlage)

PSA kann im Einzelfall auch geliehen werden.

Folgende Termine stehen an:

01. + 02. Februar 2019 in der Region Freiburg

15. + 16. 2019 Februar in der Region Tübingen

05. + 06. 2019 April in der Region Freiburg

 

Anmeldung und weitere Informationen unter info@forstfrauen.de

 

Bericht der Forstfrauentagung in Freising

Forstfrauen aus ganz Deutschland tagten in Freising

Campus Weihenstephan, Freisinger Forst und INTERFORST auf dem Programm

Sie kommen aus dem Hessischen Bergland, dem Rheinland, der Lausitz, dem Thüringer Wald oder dem Allgäu. Ihr Beruf dreht sich um den Wald und Bäume, Rehe und den Wolf, die naturnahe Forstwirtschaft oder Umweltbildung – und sie sind Frauen.

Die 31. Bundestagung führte den  Verein Frauen im Forstbereich e.V. vom 18. bis 22.07.2018 nach Freising. Die Vereins-Vorsitzenden Sibylle Michels und Christiane Lorenz-Laubner konnten in Zusammenarbeit mit Dr. Fiona Schönfeld von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) mit einem breit gefächerten Programm an einem idealen Tagungsort aufwarten, so die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen: Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan ist ein in Europa einmaliger Cluster für forstliche Forschung, Ausbildung und Lehre sowie Beratung – und eine seit vielen Jahren international renommierte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis.

Prof. Dr. Knut Hildebrand (Dekan Wald und Forstwirtschaft) begrüßte die Teilnehmerinnen auf dem Campus der HSWT. Dort konnten sich Studentinnen über aktuelle Berufsbilder, -erfahrungen und -perspektiven mit den Forstfrauen austauschen. Auch Präsident Olaf Schmidt (Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, LWF) ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen zusammen mit LWF-Mitarbeiterin Beatrix Enzenbach persönlich die LWF vorzustellen und über aktuelle Forschungsthemen zu informieren – von der Borkenkäfersituation in Bayern über den Klimawandel und Waldumbau bis zum Eschen-Triebsterben. An der LWF wurde nicht nur fachlich diskutiert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die geringe Verfügbarkeit von Kita-Plätzen oder die Befristung von Arbeitsverträgen am Campus Weihenstephan waren intensiv diskutierte Themen, die überwiegend Frauen in Forstberufen vor große Probleme stellen.

Nach Hörsaal-Besuch und fachlichen Diskussionen gehörte die obligatorische Waldexkursion zur Agenda der Tagung: Maria Reuther, Revierleiterin der Bayerischen Staatsforsten Freising, führte die Forstexpertinnen durch den Isar-Auwald mit seinen Besonderheiten.  Hier gilt es naturnahe Forstwirtschaft,  Wünsche vieler Erholungssuchender, öffentliche Planungen in der Flughafenregion und seltene Tier- und Pflanzenarten in einem bayernweit einzigartigen Lebensraum unter einen Hut zu bringen. Abschließend konnten die Forstfrauen ihr aktuelles Wissen im Lehrwald-Parcours der HSWT ausführlich testen – unter dem nicht immer strengen Blick von HSWT-Försterkollegen Martin Heckner. Ein gemeinsamer Besuch der INTERFORST in München – der nur alle vier Jahre stattfindenden internationalen Leitmesse zu Forst- und Holzwirtschaft – rundete die Tagung ab. Für alle Teilnehmerinnen war der Besuch in Freising eine runde Sache – neben interessanten Fachgesprächen, regem Gedankenaustausch, neuen Impulsen und Anregungen im Gepäck kam auch das wichtige Netzwerken und Kontakte Knüpfen nicht zu kurz.

Der Verein Frauen im Forstbereich e.V. stellt ein deutschlandweites Netzwerk für alle im Forstbereich berufstätigen Frauen dar. Bedingt durch die Entstehungsgeschichte des Vereins stellen aktuell Forstbeamtinnen den zahlenmäßig größten Anteil, aber auch immer mehr Forstliche Angestellte, Freiberuflerinnen, Waldpädagoginnen und Forstwissenschaftlerinnen aus Forschung und Lehre schließen sich mittlerweile dem in Deutschland einzigartigen Netzwerk für Frauen im forstlichen Bereich an.

Wichtige Vereinsziele sind, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Betätigungsfeld der Wald- und Forstwirtschaft weiter voranzubringen und das Netzwerk innerhalb des sich immer weiter ausdifferenzierenden Berufsfeldes auszubauen und zu stärken. Vor allem Berufsanfängerinnen und Forststudentinnen haben hier die Möglichkeit aus den zum Teil langjährigen Berufserfahrungen von Vereinskolleginnen zu profitieren und das Netzwerk für neue Kontakte oder hilfreiche Impulse zu nutzen.

Text: Petra Wild

Gruppenbild auf der Interforst beim BDF
Forstfrauenstammtisch bei Wahlers Forsttechnik
Isarauen

 

Fotos: Rita Schönfeld. Abdruck – auch im Internet – honorarfrei.

 

Forstfrauen in NRW

Forstfrauen in NRW

das diesjährige Forstfrauentreffen des Vereins Frauen im Forstbereich e.V. in NRW findet statt am

Wann: Samstag, den 9. Juni 2018
wo: Treffpunkt Forststation Rheinelbe, Gelsenkirchen
Thema: Urbane Wälder

Beim diesjährigen Treffen soll der Kommunikation untereinander reichlich Raum gegeben werden.

Detaillierte Informationen folgen.